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Bergkristall - Novelle (Weihnachtsgeschichte)

Inhaltsangabe:

 

In dem Bergdorf Gschaid lebt ein Schuster, dessen Sohn von ihm das Handwerk erlernt und in der Schule zu den Besten zählt, sich jedoch auf Tanzplätzen und Kegelbahnen herumtreibt. Erst nach dem Tod seiner Eltern besinnt sich der junge Mann, übernimmt das Geschäft seines Vaters und setzt seinen Ehrgeiz darauf, die Bewohner von Gschaid und auch aus anderen Tälern mit hochwertigem Schuhwerk zu versorgen. Einen Konkurrenten hat er nicht, auch wenn der alte Tobias, den er kostenlos mit Lederflecken und Sohlenabschnitten versorgt, kaputte und abgelaufene Schuhe repariert.

Der Schuster freit um die schöne Färbertochter Susanna, die bei ihren Eltern in dem Marktflecken Millsdorf auf der anderen Seite eines Bergrückens lebt. Obwohl man nur drei Stunden von Gschaid nach Millsdorf läuft was die Bewohner als Kleinigkeit empfinden sind die Sitten und Gewohnheiten verschieden; die Bewohner von Millsdorf sind viel wohlhabender als die von Gschaid, und es geschieht nur selten, dass jemand von dem einen Ort zum anderen geht. Erst nach längerer Zeit überredet die Färberin ihren widerstrebenden Mann, dem Schuster von Gschaid die Tochter zur Frau zu geben.

Ein Jahr nach der Eheschließung kommt Susanna mit einem Sohn nieder und einige Jahre später bringt sie eine Tochter zur Welt: Konrad und Susanna ("Sanna") heißen die beiden Kinder. Anfangs kommt die Färberin häufig nach Gschaid, um die Familie zu besuchen. Als die Kinder größer sind, dürfen sie zuerst mit der Mutter oder der Dienstmagd und später auch allein zu den Großeltern nach Millsdorf wandern. Die Färberin schickt sie jedes Mal so rechtzeitig zurück, dass sie vor der Abenddämmerung zu Hause sind.

Obwohl Susanna die Frau des einheimischen Schusters ist, werden sie und ihre beiden Kinder in Gschaid als Fremde beargwöhnt.

Als die Kinder am Heiligen Abend von einem Besuch bei den Großeltern in Millsdorf zurückkehren, beginnt es so stark zu schneien, dass sie die Orientierung verlieren, sich verlaufen und immer weiter auf den Berg Gars hinauf geraten. Konrad kann nicht abschätzen, wie spät es ist, weil es überall gleichmäßig grau ist. Er setzt Sanna seinen Hut auf und zieht ihr seine Pelzjacke über, damit sie nicht friert. Unversehens sind sie auf dem Gletscher, gehen in eine der blau leuchtenden Eisgrotten hinein, fürchten sich in der fremden Umgebung und kehren ins Freie zurück. Als es dunkel wird, suchen sie unter einem Felsendach Zuflucht. Sie essen die von der Großmutter eingepackten Brote und die Leckerbissen auf und halten sich mit dem Kaffee wach, den sie ihrer Mutter bringen sollten, denn Konrad erinnert sich, wie der Vater einmal erzählte, dass man in so einer Situation nicht einschlafen dürfe, sonst erfriere man wie der alte Eschenjäger, der einschlief und vier Monate tot auf einem Stein saß, bis man ihn fand.

Bei Tagesanbruch brechen Konrad und Sanna wieder auf und irren weiter herum, bis sie ein Hirtenhorn hören. Da dauert es nicht mehr lang, bis sie auf den Hirten Philipp, dessen zwei Söhne und einige Bewohner von Gschaid treffen, die wie viele andere aus Gschaid und Millsdorf ausgeschwärmt sind, um die Kinder zu suchen. Der Suchtrupp bringt die Kinder zur Sideralphütte hinunter, wo sie von der Mutter empfangen werden. Auch der herbeigeeilte Vater schließt sie kurz darauf in die Arme, und beim Abstieg zum Dorf kommt ihnen der Färber entgegen, der seit der Eheschließung seiner Tochter nicht mehr in Gschaid war.

Aufgrund dieses Ereignisses werden Susanna, Konrad und Sanna in Gschaid als Einheimische aufgenommen.

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Der Bergkristall ist eine Novelle die sich in dei Literaturepoche der Biedermeierzeit einordnen lässt.

 

Diese Epoche (Biedermeier) weist folgende Charakteristiken auf:

 

.) unpolitisch
.) Heimatverbundenheit
.) Religion
.) schlichte Genügsamkeit
.) Übergangsphase zwischen der Romantik und Realismus
.) Ruhe und Ordnung

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