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die Klavierspielerin - Roman

Inhaltsangabe:

 

Elfriede Jelinek beschreibt in ihrem Werk Die Klavierspielerin das Verhältnis zwischen der zirka fünfunddreißigjährigen Klavierlehrerin Erika Kohut und ihrer Mutter. Den Vater haben sie in ein Irrenhaus abgeschoben. Seit diesem Zeitpunkt sieht die Mutter Erika als ihren persönlichen Besitz und hat nur mehr eine Karriere als Pianistin für ihre Tochter im Kopf:

 

Eine weltbekannte Pianistin, das wäre Mutters Ideal; und damit das Kind den Weg durch Intrigen auch findet, schlägt sie an jeder Ecke Wegweiser in den Boden und Erika gleich mit, wenn diese nicht üben will.

 

Zum Leidwesen der Mutter bringt es Erika jedoch nur zu einer einfachen Klavierlehrerin ohne Aussicht jemals etwas Besseres zu werden. Doch die Mutter gibt die Hoffnung nicht auf und kettet ihre Tochter durch ein autoritäres System an sich und lässt ihr keinerlei Freiräume.

 

Erika möchte diesem Gefängnis entkommen und sucht verzweifelt nach Möglichkeiten ihre Wünsche und Phantasien auszuleben. Sie wird aber stets von der Mutter in all ihren Handlungen kontrolliert. Mit der Zeit verfällt sie immer mehr perversen Neigungen. Sie besucht Peepshows und beobachtet Prostituierte im Wiener Prater beim Geschlechtsverkehr mit den männlichen Kunden.

 

Als Klavierlehrerin legt Erika, die ganze Strenge, die sie von ihrer Mutter zu spüren bekommen hatte, auf ihre Schüler um. Sie richtet die Kinder zum gehorsamen Spiel ab. Eines Tages taucht ein junger, sportlicher Mann namens Walter Klemmer zum Unterricht auf, der sich kurzer Hand in sie verliebt. Erika will diese Liebe nicht erwidern und begegnet ihm mit Verachtung und Unterwerfung, die in einem Brief ihren Höhepunkt findet, in dem Erika ihren Schüler Walter zu sadistischen Handlungen auffordert. Dieser interpretiert das Schreiben als eine Aufforderung zur Gewalt und verliert augenblicklich sein sexuelles Verlangen nach Erika. Daraufhin ist er aber enttäuscht und geht nächtens in den Park, um dort Frauen zu finden, die ihm nicht abgeneigt sind. Doch auch dort erlebt er nur Enttäuschungen.

 

Er kehrt zu Erika zurück und vollführt all das, was sie in ihrem Brief begehrt hatte. Walter geht danach völlig befreit von ihr. Sie selbst fügt sich mit einem Messer, das für Walter bestimmt gewesen wäre, einen tiefen Schnitt in der Schulter zu.

 

 

Charakterisierung:

 

Erika Kohut (die Klavierspielerin):

 

Sie ist nach außen hin eine sehr unscheinbare Person, die es nicht schafft sich von ihrer autoritären Mutter unabhängig zu machen.

 

In ihrer seelischen Not verfällt sie zusehends perversen Neigungen und beginnt sich selbst zu verletzen.

 

Sie ist wenig Selbstbewust und bekommt kein Gefühl der Sicherheit.

 

Mit der Zeit zieht sie sich mehr und mehr aus der Gesellschaft zurück.

 

 

Erikas Mutter (= sehr autoritär):

 

Sie hat nur die Karriere ihrer Tochter im Kopf, und dass mit allen Mitteln um selbst Erfolg zu haben.

 

Die Tochter muss dafür auf vieles verzichten und sich ständig von ihr demütigen lassen.

 

Erikas Mutter hat es in ihrem Leben nie zu etwas gebracht und möchte dies nun über ihre Tochter erreichen.

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