17. / Globalisierung – Chancen und Gefahren / Entwicklungsländer / Ursachen (Terms of trade, ...) / Folgen (Schuldenfalle, ...) / Lösungsversuche / Transnationale Konzerne (ökonomische Bedeutung und Folgen für die betroffenen Länder)

 

Entwicklungsländer:

 

 

Die ärmsten Länder in der Schuldenfalle:

 

Die Verschuldung der Entwicklungsländer unterscheidet sich gravierend von der entwickelter Volkswirtschaften.

 

Ursachen:

 

.) mehr Importe als Exporte (man spricht hier von schlechten „Terms of Trade“)

Siehe: http://haus-und.heimat.eu/geographie/produktionsfaktoren_3.htm (Erklärung von Terms of Trade + Beispiel)

.) Kredite mit hohen Zinszahlungen (dann erneute Kreditaufnahme und damit ein weiter wachsender Schuldenstand)

 

Folgen:

 

Die Überschuldung führt zu einer Entwicklungsblockade !

.) Devisen fehlen für notwendige Importe

.) keine Devisen für Bildungseinrichtungen oder Gesundheitsversorgung

Devisen müssen vorwiegend für die Schulden verwendet werden.

 

Lösungsversuche:

 

Seit den 1980er-Jahren werden Pläne entwickelt, um die Zahlungsfähigkeit der Schuldnerländer wiederherzustellen.

 

2005 – anlässlich des G8-Gipfels beschloss man, weitere multilaterale Schulden von 18 Staaten unter strengsten Auflagen zu erlassen – der sprichwörtliche Tropfen auf dem heißen Stein.

 

Transnationale Konzerne:

 

TNCs sind große Konzerne die zwar einen Sitz im eigenen Land haben ( Muttergesellschaft ), jedoch ihre strategische Unternehmungsplanung weltweit ausrichten und sich verbreiten ( Tochtergesellschaften ).

Die Zahl der Global Players (=TNCs) ist in den zwei Jahrzehnten blitzartig in die Höhe geschossen, weltweit arbeiten ca. 64 000 TNCs mit ca. 870 000 Tochtergesellschaften. 16% des weltweiten, produktiven Vermögenswertes wird von den 100 größten Global Players gesteuert. TNCs beschlagnahmen 2/3 des Welthandels und TNCs liefert über 70 Million Arbeitsplätze.

 

Beinahe 90% der obersten 100 TNC's haben ihren Hauptfirmensitz in Europa, Japan und den USA und die meisten Tochtergesellschaften sitzen in China (siehe nachfolgende Grafik).

 

 

 

 

Ökonomische Bedeutung:

 

Gut schildern kann man ihre Umsätze im Vergleich zu den Budgets von Staaten: Die Erlöse von General Electric, BP, Wal- Mart oder Daimler Chrysler sind größer als das BIP aller Staaten zw. Sahara und Südafrika zusammen.

 

Bedeutendste Arbeitgeber sind:

Wal- Mart (Einzelhandel): 1500 000 Arbeitsplätze

Siemens (Technologie): 430 000 Arbeitsplätze

Carrefour (Einzelhandel): 419 000 Arbeitsplätze

Daimler Chrysler (Automobile): 385 000 Arbeitsplätze

Volkswagen AG (Automobile): 336 000 Arbeitsplätze

 

TNCs vertreten natürlich immer wieder ihre eigenen Interessen. Sie haben effiziente Lobbyisten und entscheiden die meisten Diskussionen beim WTO- Gericht für sich. Ihre Interessen wiegen mehr als einfache Argumente, zum Schutz von Arbeitsplätzen und der Umwelt.

 

Folgen für betroffene Länder:

 

Die Wettbewerbsvorteile des globalen Produktionsnetzwerkes stellen einen der Gründe für die wachsende Präsenz von TNC's in der Weltwirtschaft dar. Diese Vorteile ermöglichen den Konzernen, dort zu produzieren, wo die Bedingungen am günstigsten sind. Für Produktionsschritte, die keiner qualifizierten Arbeitskräfte bedürfen, werden Länder mit tiefen Lohnkosten gewählt.

 

Diese ökonomischen Ziele führen sehr oft dazu, dass TNCs von

.) unzureichenden Sozial- und Umweltnormen

profitieren, welche in den entsprechenden nationalen Gesetzgebungen kaum oder gar nicht verankert sind oder nicht durchgesetzt werden.

.) Menschenrechte

werden sowohl von den Regierungen dieser Staaten als auch von TNCs sehr oft den ökonomischen Interessen untergeordnet.

 

 

Folgen des Strategiewechsels:

.) Arbeitkräftefreisetzungen (Kündigungen)

.) geringer Beitrag zu Schaffung von Arbeitsplätzen

.) Massenproduktion

.) niedrige Löhne

.) Bedarf an hoch qualifizierten Arbeitskräften steigt

 

 

Was TNCs nützen:

.) Vermittlungen von technischem und organisatorischem Wissen

.) Schaffung von Arbeitsplätzen

.) Förderung der regionalen Klein- und Mittelbetrieben als Vorlieferanten und Abnehmer

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