
Globalisierungskritiker fordern:
.) Menschenrechte weltweit durchzusetzen
.) auf die Umwelt achten
.) keine soziale Ungleichheit
.) Unterstützung der armen Länder (speziell Afrika):
.) Kampf gegen Armut und Welthunger
.) die Arbeitsbedingungen sollen in den ärmeren Ländern menschlicher werden
.) Unterstützung bei Aufbau von Schulen, Straßen, Strom- und Wasserleitungen
Eine bekannte globalisierungskritische Organisation ist zum Beispiel " ATTAC ". Sie fordert unter anderem, dass aus dem freien Welthandel ein "fairer" Handel wird, also ein Handel, in dem keine Menschen benachteiligt werden. Wer als Verbraucher seinen Beitrag leisten will, kann in Naturkost- und Weltläden und mittlerweile auch in einigen Supermärkten fair gehandelte Produkte kaufen. Das Fair–Trade-Siegel kennzeichnet solche Waren.
(Die Entwicklung geht dahin, dass in immer ärmeren Ländern immer billiger produziert wird, unter schlechten Arbeitsbedingungen) Siehe auch im Bezug auf Fair-Trade:
http://haus-und.heimat.eu/geographie/produktionsfaktoren_3.htm
Alternative Konzepte zur Globalisierung:
(UN-Milleniums-Entwicklungsziele, globaler Marshallplan GMP, ökosoziale Marktwirtschaft, ATTAC, …)
Millennium - Entwicklungsziele:
Die Millennium - Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (UNO) sind acht Entwicklungsziele für das Jahr 2015, die im Jahr 2000 von einer Arbeitsgruppe aus Vertretern der
.) UNO,
.) der Weltbank,
.) der OECD und
mehreren Nichtregierungsorganisationen formuliert worden sind.
Gemeinsame Verantwortung für die Überwindung der Armut weltweit zu übernehmen – das ist der Kern der Millenniumsentwicklungsziele (MDGs).
Millenniumsziele:
.) Bekämpfung von extremer Armut und Hunger
.) Primärschulbildung für alle Kinder der Welt
.) Gleichstellung der Geschlechter
.) Senkung der Kindersterblichkeit
.) Verbesserung der Gesundheitsversorgung der Mütter (Senkung der Sterblichkeitsrate von Müttern)
.) Bekämpfung von HIV/AIDS, Malaria und anderen schweren Krankheiten
.) Ökologische Nachhaltigkeit (Vernichtung von Umweltressourcen eindämmen)
.) Aufbau einer globalen Partnerschaft für Entwicklung (Abbau von Handelshemmnissen, Schuldenerleichterung und -erlass, besondere finanzielle Unterstützung der armen Länder)
globaler Marshallplan GMP:
Der Global Marshall Plan steht für eine Ökosoziale Marktwirtschaft.
Ökosozial = Umweltbedacht + soziale Gerechtigkeit (z.B. Verhinderung von zu großer Marktmacht der Unternehmen)
.) Nachhaltigkeit
.) soziale Lebensqualität
.) umweltverträgliche Produktionsverfahren
Ökosoziale Marktwirtschaft:
Die soziale Marktwirtschaft war viele Jahre sehr erfolgreich, allerdings hatte man dabei auf die Umwelt vergessen.
Bei der ökosozialen Marktwirtschaft kommen nun noch die Gesetze für den Umweltschutz hinzu.
Wir stecken derzeit in einer Mehrfachkrise:
.) Der Klimawandel,
.) die Plünderung von Ressourcen,
.) schwindende Artenvielfalt,
.) Wüstenbildung
u. v. m. führen ohne einen raschen Richtungswechsel direkt in einen ökologischen Kollaps.
Gleichzeitig werden soziale Probleme wie
.) Armut und
.) die steigende Kluft zwischen Arm und Reich
immer drängender. Der einzig vernünftige Ausweg ist eine "ökosoziale Wende"!
„Wohlstand für alle“ war das Credo (der Glaube) der Sozialen Marktwirtschaft .
„Mehr Lebensqualität für alle – heute und morgen“ ist das Ziel der Ökosozialen Marktwirtschaft .
ATTAC:
„Globalisierungskritiker“
Die derzeitige Form der Globalisierung geht an den Menschen vorbei. Einer kleinen Gruppe von GewinnerInnen steht eine große Mehrheit von VerliererInnen gegenüber. Die "Freiheit" der Investoren geht aber zu Lasten der sozialen Gerechtigkeit, Gesundheit, Umwelt, der kulturellen Eigenständigkeit und zu Lasten der Frauen.
Dies ist kein Naturgesetz. Wirtschaft ist für alle da, und sie geht uns alle an. ATTAC zeigt Entwicklungen auf und bietet Alternativen. Denn Globalisierung braucht Gestaltung.
ATTAC trägt diese Kampagne, weil mit dem GATS die letzte Grenze der "neoliberalen" Globalisierung überschritten wird.
Bei den laufenden Verhandlungen auf WTO-Ebene geht es derzeit um die Liberalisierung ( heißt: Öffnung für ausländische Konzerne ) von Dienstleistungen. Dabei geht es auch um Bereiche wie Bildung, Gesundheit, öffentlichen Verkehr und Wasserversorgung. Erfahrungen aus anderen Ländern ( Wasserversorgung, Gesundheitswesen und Eisenbahn in England, Energie in Kalifornien ) zeigen, dass in der überwiegenden Zahl der Fälle höhere Preise und schlechtere Qualität die Folge sind.
Besonders besorgniserregend ist die Tatsache, dass die Verhandlungen unter Ausschluss der Öffentlichkeit und unter Umgehung der Parlamente stattfinden.
ATTAC, setzt sich für ein gerechtes, sozial und ökologisch nachhaltiges Wirtschaftssystem ein.
Dazu gehört beispielsweise:
· ) endlich eine Kontrolle der Finanzmärkte,
· ) fairer Handel statt Freihandel,
· ) gesetzliche Regeln für transnationale Konzerne (sind Unternehmen, die über Produktionsstätten und Niederlassungen in mehreren Staaten verfügen),
· ) eine umfassende Entschuldung der ärmsten Länder,
· ) ein faires ökosoziales Steuersystem oder
· ) die Demokratisierung öffentlicher Dienstleistungen
· ) anstelle der Privatisierung