4. / Grundlagen der Wirtschaft / Störungen im Geld-Güter-Gleichgewicht

Störungen im Geld-Güter-Gleichgewicht

 

Ein Marktgleichgewicht liegt vor, wenn sich die geplante Nachfrage mit dem geplanten Angebot deckt.

 

Anders gesagt: bei einem Preis, wo der Käufer und Verkäufer genau die gleiche Menge kaufen bzw. verkaufen möchten, liegt das Marktgleichgewicht.

 

Hohe Preise führen zu sinkender Nachfrage, niedrige Preise führen zu steigender Nachfrage.

 

Marktungleichgewichte:

 

Da Märkte stets in Bewegung sind, ist das Marktgleichgewicht eher selten und wenn es zu Stande kommt nur von kurzer Dauer. Verschiedene Einflussfaktoren, wie z.B. Preisänderungen, führen zu Marktungleichgewichten. Zwei Situationen können auftreten, wenn es zu Preisänderungen kommt:

 

Bei Angebotsüberhang (= Nachfragelücke) liegt das Angebot über der Nachfrage, der Marktpreis liegt über dem Gleichgewichtspreis.

 

Bei Nachfrageüberhang (=Angebotslücke) ist die Nachfrage höher als das Angebot, der Marktpreis liegt unter dem Gleichgewichtspreis.

 

Inflation / Deflation

 

 

Inflation:
Deflation:
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Was passiert nun mit dem Geld, das man auf der Seite hat? Nun, das ist schnell erklärt:

 

Es wird von Jahr zu Jahr weniger wert, weil die Preise für Güter des täglichen Bedarfs, für Wohnung, Energie und Investitionen kontinuierlich ansteigen. Auch die jährlichen Gehaltsanpassungen können nicht verhindern, dass man sich immer weniger leisten kann, als die Jahre zuvor.

Man kann sich eine Deflation so vorstellen:

 

Das Auto meiner Träume kostet heute 30.000 Euro. Weil die Preise aber ständig sinken, kann ich damit rechnen, dass das selbe Fahrzeug in einem Monat nur noch 28.000 Euro kostet, und in einem halben Jahr vielleicht nur noch 20.000 Euro. Deshalb warte ich lieber ab, bevor ich mir das Auto zulege. Das gilt auch für andere Produkte: Elektronik, Kleidung, Spielsachen und so weiter. Käufe werden auf die lange Bank geschoben, weil man sich mit dem Geld, das man hat bzw. verdient, schon bald mehr leisten kann als heute.

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Was also tun? Wenn Sie vorhaben, in nächster Zeit Investitionen zu tätigen, könnte sich ein zeitliches Vorziehen lohnen (den Fernseher oder das Auto früher kaufen als geplant). Eine kluge Anlage von Vermögenswerten in Sachwerte wie Immoblilien oder andere inflationsgeschützte Produkte ist sicher auch nicht verkehrt.
Weil immer weniger gekauft wird (schließlich ist es ja morgen billiger als heute), wird immer weniger produziert, bzw. zu immer günstigeren Preisen abgestoßen. Weil sinkende Produktion mit steigender Arbeitslosigkeit einhergeht, schlittern wir tiefer in die Krise.
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Die Geldmenge sinkt – Geld wird gehortet und damit selbst zum knappen Gut.
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.) es werden langfristige Kredite kaum noch angeboten

 

.)z.B. in Österreich war eine Inflation während und nach dem ersten Weltkrieg (Die Geldmenge stieg während des Krieges um das 12fache an und die Verbraucherpreise waren im gleichen Zeitraum um noch sehr viel höher gestiegen)

.) Konsumzurückhaltung

.) sinkende Preise und sinkende Einkommen

.) Leute fürchten um ihren Arbeitsplatz

.) Unternehmen machen geringere Umsätze bzw. auch Gewinne und manche müssen sogar schließen

 

Vorteile / Nachteile:

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