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.) Steppen: mit zunehmender Entfernung von der Küste nehmen die Niederschläge ab. Die Sommer heiß und trocken, die Winter haben strenge Fröste. Mit dem geringeren Niederschlag verändert sich auch die Vegitation. Der Mischwald geht in Grasland über, das in Osteuropa als Steppe bezeichnet wird. Ihre Hauptverbreitungsgebiete liegen vor allem in Osteuropa, Mongolei, Nordchina und in Nordamerika wo sie Prärien genannt werden. Auf der Südhalbkugel findet man Steppen in der argentinischen Pampa.

 

Gräser, Stauden

 

Klima in der gemäßigten Zone:

 

Ozeanisches Klima - kühle Sommer und milde Winter (fast ohne Schnee):

.) Temperaturen das ganze Jahr über dem Gefrierpunkt

.) Niederschläge ganzjährig hoch

z.B. Großbritannien, Irland, Belgien, Niederlande

 

Kontinentales Klima - warme bis heiße Sommer und kalte Winter (mit Schnee):

.) jahreszeitlich bedingte, sehr große Temperaturschwankungen (siehe Zeile 1).

Je weiter man ins innere eines Kontinents kommt, desto geringer wird der Einfluß der Meere.

Die Anzahl der Wolken sinkt.

z.B. Österreich, Schweiz

 

Steppe der Gemäßigten Zone: kontinetales Klima - wenig Regen

 

Wüste der Gemäßigten Zone: kontinentales Klima - ohne Regen

 

Wie entstehen die Westwinde?

 

Aus dem subtropischen Hochdruckgürtel strömen nicht nur die Passatwinde zum Äquator zurück, sondern polwärts entströmen dem Hochdruckgürtel ebenfalls Luftmassen.
Die Corioliskraft (=eine Kraft, die von der Erdrotation ausgeht) bewirkt, dass die in Richtung der Pole strömenden Luftmassen in diesem Bereich so stark abgelenkt werden, dass aus den ursprünglich den Längenkreisen ausgerichteten Strömungen Westwinde werden. Diese Strömung erstreckt sich über die gesamte Höhe der Troposphäre (=unterste Schicht). An der Tropopause (=Grenze zwischen Troposphäre und Stratosphähre und liegt je nach Breitengrad in etwa 8 bis 16 km Höhe) wehen besonders starke Westwinde – die Jetstreams.

 

Die Westwinde, die nichts anderes als die Ausgleichsströmung zwischen dem tropischen Hoch- und dem polaren Tiefdruckgebiet sind, erreichen im Bereich des größten Temperaturgradienten, also über der Polarfront, ihre höchsten Geschwindigkeiten.

 

Der Föhn (=regionaler Wind):

 

Der Föhn ist der warme trockene Fallwind in den Alpen. Der Föhn entsteht, wenn Luft vorm Gebirge zum Aufsteigen gezwungen wird. Dabei kühlt sich die Luft ab. Die Luft verliert einen großen Teil der Feuchtigkeit (über dem Gebirge => je nach Temperatur Regen oder Schnee). Dabei geht der Luft ein Großteil ihrer Feuchtigkeit verloren. Hat der Wind das Gebirge überwunden, stürzt die nun trockene Luft abwärts. Dabei erwärmt sie sich schnell (pro 100m/um 1 Grad Celsius).

 

Inversion (=zunehmende Temperatur mit zunehmender Höhe - der Austausch der Luft zwischen den unteren und oberen Schichten wird verhindert [Sperrschichten = nahezu undurchdringlich]):

 

oftmalieger Effekt im Winter!

 

Die Menschen in den Tälern und im Flachland können ein Lied davon singen: oben auf den Bergen gibt es herrliches Wetter und unten sieht man nichts, weil es dunkel und trostlos ist. Die Sonne gibt es seit Tagen nicht mehr zu sehen und man fühlt sich nur noch müde und frustriert.

Diese Wettersituation wird Inversion bezeichnet, weil sie eine Umkehr der normalen Wetterverhältnisse darstellt. Normalerweise gibt es an einem schönen Sommertag im Tal 25-30° Celsius im Schatten, auf 2000 m Seehöhe wird man vielleicht 5-10° erreichen.

Bei einer Inversion hingegen ist es oben wärmer als unten. Das liegt daran, dass es eine sogenannte Inversionsschicht gibt, die das Entweichen der kalten Luft vom Boden verhindert. Diese Luft kann nicht entweichen und bleibt in Bodennähe hängen. Es bildet sich Hochnebel und die Sonne kann auch nicht durchdringen.

Ursache ist meistens ein Hochdruckeinfluss, wodurch es wenig Wolkenbildung und eine starke Abkühlung in der Nacht gibt. Deshalb treten Inversionen fast durchwegs nur im Winter auf. Die Inversionsschicht bildet sich auf einer Höhe, auf der das Abkühlen der Luft keine Rolle mehr spielt. Darunter bleibt es kalt und grau, darüber gibt es strahlenden Sonnenschein und wunderbares Wetter für den Wintersport mit fast schon kitschigem Bergpanorama.

 

Golfstrom (Warmwasserheizung Europas / er beeinflusst das Klima in Nordeuropa) :

 

Als Golfstrom wird häufig die warme Meeresströmung im Nordatlantik vom Golf von Mexiko bis nach Nordeuropa bezeichnet, obwohl das nicht ganz korrekt ist. Eigentlich befindet sich der Golfstrom nur an der amerikanischen Ostküste. Der Ausläufer dieser Strömung, der bis nach Europa reicht, heißt genau genommen Nordatlantischer Strom und nicht Golfstrom.

Im Golf von Mexiko hat er viel Wärme aufgetankt und bewegt sich nun als Golfstrom an der Küste Nordamerikas weiter.

An der Ostküste Grönlands strömt der kalte Ostgrönlandstrom und an der norwegischen Küste der warme Golfstrom (eigentlich Nordatlantischer Strom), deshalb ist es in Grönland kälter als in Norwegen, obwohl sich beide Regionen auf gleicher geographischer Breite befinden.

Z.b. sind in Grönland die Fjorde vereist und in Finnland ganzjährig eisfrei.

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