5. / Nutzung von Agrarräumen / Naturlandschaft - Kulturlandschaft / extensive-intensive Landwirtschaft

Unterschied zwischen Naturlandschaft - Kulturlandschaft:

 

Menschliche Nutzung macht aus Naturlandschaften Kulturlandschaften.

 

Formen landwirtschaftlicher Nutzung:

 

.) Almwirtschaft

.) Olivenhaine (Hain bedeutet kleiner Wald)

.) Brandrodung für neue Felder

.) Oasenwirtschaft

.) Reisterrassen

.) Wheat Belt (Weizengürtel [extensives Weizenanbaugebiet])

.) Kaffeeplantagen

 

Extensive Landwirtschaft:

 

Man spricht von extensiver Landwirtschaft , wenn bei der Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen keine oder wenig Düngermittel, keine Chemie und keine moderne landwirtschaftlichen Maschinen eingesetzt werden. Eine extensive Landwirtschaft ist auch dann vorhanden, wenn ungünstiges Klima, geringe Bodengüte oder die große Entfernung des Hofes zu Absatzmärkten eine intensive Bewirtschaftung nicht lohnenswert erscheinen lassen.

Die extensive Landwirtschaft erzielt geringere Erträge.

 

Extensive Weidewirtschaft (=Viehhaltung auf Naturweide):

(Erklärung Weide: ist landwirtschaftliches Grünland, das dem Vieh Nahrung [Gräser und Pflanzen] bereitstellt)

 

Beweidung von meistens sehr großen Flächen mit natürlicher Vegetation.

Extensive Weidewirtschaft findet vor allem auf Flächen statt, die zum Anbau von Kulturpflanzen ungeeignet sind , etwa weil die Niederschläge oder Temperaturen zu gering sind. Bei extensiver Weidewirtschaft wird auf die Zufuhr von künstlichen Düngemitteln verzichtet.

Die extensive Weidewirtschaft erzielt geringere Erträge.

 

 

Typische Beispiele für extensive Weidewirtschaft:

 

.) Rentierzucht der Samen

.) Schafzucht in Neuseeland

.) Rinderhaltung in der südamerikanischen Pampa

 

Intensive Landwirtschaft:

 

Man spricht von intensiver Landwirtschaft (wie es der Name schon sagt), wenn bei der Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen ein hoher Einsatz von Spritz- und Düngemitteln erfolgt.

Die intensive Landwirtschaft erzielt höhere Erträge.

 

Intensive Weidewirtschaft:

 

Das bedeutet, dass man neben dem Naturdünger auch noch chemische Dünger verwendet und eventuell sogar stellenweise künstlich bewässert.

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Die intensive Weidewirtschaft erzielt höhere Erträge.

 

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Kurz zusammengefasst kann man auch sagen:

 

Die intensive Land-/Weidewirtschaft nutzt wenig Fläche sehr intensiv (dabei wird der Boden aber auch schnell ausgelaugt). Bei wenig Fläche werden die Tiere immer wieder auf die gleiche Weide gestellt.

 

Die extensive Land-/Weidewirtschaft nutzt viel Fläche weniger intensiv (dabei wird der Boden langsamer ausgelaugt). Bei viel Fläche können die Tiere auch woanders hingetrieben werden.

 

 

Shifting Cultivation (Wanderfeldbau):

 

Der Wanderfeldbau mit Brandrodung ist eine nur in den inneren Tropen beheimatete Form des Ackerbaus. Bei geringer Bevölkerungsdichte (unter 5 Einwohner pro Quadratkilometer) ist sie auch ökologisch verträglich.

 

Unter Wanderfeldbau versteht man verschiedene Formen der Landnutzung, bei welchen Felder für einen bestimmten Zeitraum intensiv genutzt und anschließend aufgegeben werden. Eng mit dem Wanderfeldbau verknüpft steht die Brandrodung. Bei der Brandrodung bleiben die in den Pflanzen enthaltenen Nährstoffe in der Asche (Asche düngt den Boden) auf der zukünftigen Anbaufläche zurück und sorgen kurzfristig für Fruchtbarkeit.

 

Der Wanderfeldbau ist eine der ältesten landwirtschaftlichen Nutzungsformen der Erde, und nach Schätzungen wirtschaften heute noch etwa 258 Millionen Menschen in diesem Agrarsystem.

 

Wanderfeldbau wird vor allem von Naturvölkern in tropischen und subtropischen Waldgebieten betrieben, wo sie Ländereien für 3-5 Jahre bewirtschaften und die Felder anschließend auf erneute Brandrodungsflächen verlegen, so dass die vorherige Rodungsfläche in den folgenden Jahren durch Sekundärwald ersetzt werden muss.

 

In weitem Umkreis um kleine Dörfer herum werden alle Jahre neue inselhafte Flächen im Regenwald abgebrannt.

 

Desertifikation:

 

Bezeichnet die Verschlechterung des Bodens (er trocknet aus, versalzt und wird unfruchtbar) in relativ trockenen Gebieten

 

Wird durch Klimawandel und menschlicher Aktivitäten herbeigeführt. Durch die Desertifikation entstehen wüstenähnliche Verhältnisse.

 

Die meisten Ursachen der Desertifikation sind auf den Menschen zurückzuführen. Durch deren Eingriffe kommt es zu einer Übernutzung bestimmter Ökosysteme:

 

.) Überweidung (großer Viehbestand auf zu kleinen Weideflächen)

.) Übernutzung

.) Abholzung (die Gewinnung von Ackerland und der Bedarf an Brenn- und Bauholz)

.) falsche Bewässerungsmethoden (Zufuhr von Salzen durch die Bewässerung)

.) Verkürzung der Brachezeiten (der Boden wird ausgelaugt und damit die Nährstoffe zu rasch aufgebraucht)

 

z.B.: Die Sahelzone [extreme Trockenheit] ist der Bereich, der besonders schwer betroffen ist:

Überweidung:

In der Vergangenheit prägten Nomaden und ihre Herden das Bild der Sahelzone.

Dank der Entwicklungshilfe wurde in den 1970er Jahren viele Brunnen gebaut, die dann viele Herden anzogen. Mehr Tiere wurden geboren, die wiederum mehr Futter brauchten.

Die natürliche Vegetation verschwand und der Sand breitete sich aus.

künstliche Bewässerung:

Zur Bewirtschaftung der Felder ist eine Wässerung nötig, da das Klima keinen natürlichen Ackerbau zulässt.

 

 

 

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