5. / Nutzung von Agrarräumen / intensive Landwirtschaft / Agrobusiness / Plantagen

Wie stoppt man Desertifikation?

 

.) gerodete Waldflächen müssten wieder aufgeforstet werden

.) Schuldenerlass der Industriestaaten für Entwicklungsländer, dass die Bevölkerung das Ackerland für sich selbst nutzen kann und nicht für den Anbau von Exportprodukten (kein Cashcropanbau)

 

 

Bewässerungswirtschaft:

 

 

 

Beispiel Kalifornien:

 

Die Landwirtschaft in Kalifornien ist die mit Abstand produktivste in den USA. Der Preis dafür sind allerdings großflächige Versalzungen und ein hoher Wasserverbrauch. Vor allem in den südlichen Bereichen ist Pflanzenbau ohne Bewässerung unmöglich. Etwa 75 Prozent des in Kalifornien verfügbaren Oberflächenwassers stammen aus der Region nördlich von Sacramento, wo die Niederschläge relativ hoch sind. Es findet aber auch eine Übernützung des vorhandenen Grundwassers statt, das bald versiegen kann.

 

Agrobusiness - Landwirtschaft als Industriebetrieb:

 

Agrobusiness ist das Gegenteil von Familienfarmen, nämlich großflächige Felder, große Bearbeitungs und Erntemaschinen und oft viele Spritzmittel und Genmanipulationen. Der Farmer verpflichtet sich, einen Teil seiner Produktion einem Abnehmer (meist Nahrungsmittelkonzern) zu einem festgelegten Preis zu überlassen.

 

In den letzten 20 Jahren sind amerikanische Industriebetriebe verstärkt in die Landwirtschaft eingestiegen. Industriebetriebe (auch Branchenfremde Unternehmen [z.B.: Ölkonzerne]) haben Zulieferfarmen gekauft oder sich an ihnen beteiligt. Es entstehen Großfarmen und so verlieren Hunderttausende Farmer ihre Existenz.

Die Großfarmen erzeugen etwa ein Drittel der gesamten Agrarproduktion der USA.

 

Zuchttiere (Hühner, Truthühner, Schweine und Rinder):

 

Z.B.: Zuchtfirmen des Agrobusiness züchten unendliche Mengen von Küken (viele Menschen möchten gern viel und billiges Fleisch). Da diese Tiere auf engstem Raum gehalten werden, ist es erforderlich, Medikamente zum Schutz vor Krankheiten einzusetzen. Rückstände der Präparate finden sich dann hin und wieder auch im Fleisch.

 

Zuchtfirmen des Agrobusiness:

 

oder

 

z.B.: Kalifornische Tomaten - Die Tomaten werden in Kalifornien schon lange angebaut,
heute gibt es dafür jedoch nur noch hochspezialisierte Großfarmen.

Damit die Tomaten entsprechend einfach maschinell geerntet werden können, ist es nötig, dass sie eine feste Konsistenz haben und alle zeitgleich reif sind, dazu ist jedoch eine Genmanipulation notwendig.

 

Plantagen:

 

Der Subsistenzwirtschaft (wirtschaften für den Eigengebrauch) steht in den Entwicklungsländern oft die Exportproduktion, der Anbau von Cash Crops (=Feldfrüchte für den Verkauf und Export - also die Erzielung eines Geldeinkommens [am häufigsten: Kaffee, Kakao, Erdnüsse, Bananen und Baumwolle]), gegenüber. Die Vermarktung kann sowohl auf dem Binnenmarkt, als auch dem Weltmarkt stattfinden. Die typischen Cash Crops werden in der Regel auf großen Plantagen produziert.

 

Nachteile dieser Exportprodukte:

 

.) für ausreichende Mengen braucht man auf den Plantagen Maschinen, Dünger, Chemie, u.s.w.

Dies muss alles vom Ausland (Industriestaat) importiert werden und macht das Entwicklungsland abhängig.

.) man braucht viel Land für den Anbau, was die Großgrundbesitzer fördert und die Kleinbauern landlos macht.

 

 

 

 

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