4. / Produktionsfaktoren / globale Entwicklungsunterschiede - Ursachen und Folgen / Innovation (Erneuerung) und Wirtschaftswachstum

 

globale Entwicklungsunterschiede - Ursachen und Folgen:

 

Industrialisierung, globales Bevölerungswachstum und damit verbundene Zerstörung von Lebensräumen (für Natur, Tiere und Pflanzen [Artensterben]):

 

In den Entwicklungsländern:

 

In vielen Entwicklungsländern Asiens, Südamerikas und Afrikas liegt der Lebensstandard deutlich unter dem der Industriestaaten (niedrige Löhne, schlechte Arbeitsbedingungen, usw). Viele Menschen müssen hungern und erhalten keine medizinische Versorgung. Durch die ständig steigende Bevölkerungszahl verschlechtert sich die Situation noch weiter. Die meisten Länder sind hoch verschuldet. Im Kampf ums Überleben können die Menschen oft keine Rücksicht auf die Natur nehmen. So werden z. B. große Flächen in den tropischen Regenwäldern gerodet, um das Holz zu verkaufen und neue landwirtschaftliche Nutzflächen zu schaffen.

 

Lösungsstrategien:
.) staatlich geförderte Familienplanung (den z.B. ohne Sozialversicherungen sind die Eltern später auf die Versorgung ihrer Kinder angewiesen)
.) um wirtschaftliche und soziale Probleme zu lösen ist eine Erhöhung des Bildungsstandes in der Bevölkerung unerlässlich

 

Viele Staaten sind jedoch aufgrund von Verschuldung, Korruption, Bürgerkriegen oder anderen Problemen nicht in der Lage solche Projekte in Angriff zu nehmen.

 

In den Industriestaaten:

 

Folgen der Industrialisierung im Bezug auf Umwelt:

Industriestaaten bzw. Industriegesellschaften setzen jeden Tag Millionen von Schadstoffen frei und belasten damit die Luft, die Erde und das Wasser. Manche dieser Verbindungen, wie z.B. Kohlenstoffdioxid und einige andere Gase, verstärken den Treibhauseffekt, der für die Klimaerwärmung verantwortlich gemacht wird. Durch die Erderwärmung steigt der Meeresspiegel an und zahlreiche Küstenregionen könnten dadurch überflutet werden.

 

Bevölkerungsrückgang:

Es gibt einen Bevölkerungsrückgang in den Industriestaaten, somit fehlen junge, arbeitende Menschen, die zur Finazierung der Pensions-, Sozial- und Krankensysteme nötig sind. Im Gegensatz dazu steigt die Lebenserwartung (viele Pensionisten).

 

Lösungsstrategien:
.) finanzielle Entlastungen für Familien mit Kindern
.) ein weiteres Ziel ist eine Reduzierung der ausgestoßenen Schadstoffe, insbesondere der Treibhausgase

In den Schwellenländern (= Entwicklungsland wird zur Industrienation):

 

Diese Schwellenländer sind auf dem Sprung ebenfalls eine große Industrienation zu werden.

 

Haben in den letzten Jahren ein höheres Wirtschaftswachstum als die Industriestaaten.

 

Zu den größten Schwellenländern gehören: China, Indien, Russland und Brasilien.

 

China und Indien haben längst begriffen, dass Bildung sehr wichtig ist. In China zum Beispiel verlassen jährlich 700.000 Ingenieure die Universitäten und die wollen irgendwann nicht mehr nachbauen, diese wollen dann selbst entwickeln.

 

Warum sind dann diese Länder noch keine Industrienationen?

Weil z.B.

In China an den Küsten schon viele Industriegebiete vorfindet, jedoch im Landesinneren ist das Volk noch ziemlich unterentwickelt.

oder in Indien wächst auch die Industrie sehr schnell, jedoch gibt es dort auch genug Armut.

 

 

Wirtschaftswachstum:

 

Das BIP ist ein Maß für die wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft in einem bestimmten Zeitraum.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gibt den Gesamtwert aller Güter (Waren und Dienstleistungen) an, die innerhalb eines Jahres innerhalb der Landesgrenzen hergestellt wurden und dem Endverbrauch dienen.

 

Die Weltwirtschaft wächst äußerst kräftig. Dabei legen aufstrebende Länder wie China oder Indien deutlich schneller zu als die Industriestaaten.

 

 

Innovation:

 

Innovation heißt „Erneuerung“ bzw. bedeutet, sich aus dem Bekannten heraus in Neues vorzuwagen (neue Produkte, Dienstleistungen oder Verfahren).

 

Innovationen entwickeln heißt langfristig in die Zukunft des Unternehmens investieren

 

z.B.:


Produktinnovation:
für bessere Produkteigenschaft und niedrigere Herstellungskosten


oder auch


Sozialinnovationen: für Erhöhung der Arbeitssicherheit oder Verstärkung der Teamarbeit

 

Die Ziele von Innovationen sind:

 

.) Gewinne zu erzielen
.) mit den technischen Neuerungen Schritt halten können
.) das Erreichen eines Marktvorsprunges

 

Innovationen müssen führen zur:

 

.) Erhöhung des Kundennutzens
.) Verbesserung der Qualität der Produkte

 

Bedarfsinnovation: Unbefriedigte Bedürfnisse aufspüren!

 

Welcher Bedarf steht für welches Produkt in der Gesellschaft?


Ein Beispiel aus dem Sektor Dienstleistung:

 

Ein Flohmarkt, auf dem jeder kaufen und verkaufen kann und das ohne, dass man aus dem Haus gehen muss?

 

Die Idee war „eBay“

 

Oder andere Beispiele aus dem Sektor Handel und Industrie:

 

Das Skateboard wurde von den USA nach Europa gebracht, oder Luftlöcher in Schuhen (Geox) usw

 

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