4. / Produktionsfaktoren / globale Entwicklungsunterschiede - Ursachen und Folgen / Terms of Trade

Die Terms of Trade – Übersetzt „Handelsbedingungen“


Stellt man die Preise von Exportgütern (Exporterlöse) denen für Importgütern (Importpreise) gegenüber, dann nennt man dieses Verhältnis Terms of Trade.

 

Die Terms of Trade verbessern sich, wenn der Exportpreis im Verhältnis zum Importpreis steigt (dadurch kann man wieder mehr Importgüter einführen).

 

Die Terms of Trade verschlechtern sich, wenn der Exportpreis im Verhältnis zum Importpreis fällt.

 

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Die weltwirtschaftliche Situation hat sich für viele Entwicklungsländer in den 80er Jahren verschlechtert. Die Preise für viele agrarische Rohstoffe sanken, und die Preise für eingeführte Industriewaren aus Ländern des Nordens stiegen.

 

Dieses Verhältnis zwischen den Preisen von Exportwaren (meist Rohstoffe) und Importwaren (meist Fertigwaren), nennt man „terms of trade".

 

Am Beispiel des Kaffes lassen sich diese „fallenden terms of trade" verdeutlichen. Während ein Kaffee-exportierendes Entwicklungsland 1980 noch 13000 Säcke Kaffee (zu je 60 kg) exportieren mußte, um eine Schweizer Lokomotive zu erhalten, waren es 1990, zehn Jahre später, für eine ähnliche Lokomotive schon 46000 Säcke, also mehr als die dreieinhalbfache Menge.

 

 

 

Fair Trade – übersetzt „fairer Handel“

 

Fair Trade ist eine gemeinnützige Initiative (Initiative bedeutet erster Schritt zu einer Handlung)

 

Das Ungleichgewicht zwischen so genannter Erster und Dritter Welt hat auch etwas damit zu tun, wie internationaler Handel abläuft.

 

Die Fair Trade Bewegung betrifft vor allem Waren, die aus Entwicklungsländern in Industrieländern exportiert werden.

Was macht Fair Trade?...

 

...für Produzenten und Produzentinnen:


Fair Trade zertifiziert fair gehandelte Produkte mit dem Fair Trade Gütesiegel und fördert den fairen Handel zugunsten von Produzenten und Produzentinnen in Asien, Afrika und Lateinamerika.

 

Das Fair Trade System garantiert den Produzenten und Produzentinnen aus den Ländern des Südens faire Preise.

 

...für Konsumenten und Konsumentinnen:

 

Den Konsumenten und Konsumentinnen garantiert das Fair Trade Gütesiegel exzellente Qualität, kontrollierte Herkunft, naturnahe Produktion und den Ausschluss von Kinderarbeit.

 

Bei Fair Trade gelten die Menschen mehr als der Profit!

 

Welche Fair Trade Produkte gibt es bereits in Österreich?


Kaffee, Tee, Kakao, Orangensaft, Schokolade, Honig, Bio-Bananen, Bio-Rohrzucker, Fruchtsaft, Reis

 


Ein Partner ist zum Beispiel: „JA Natürlich Produkte“

 

Mit der Entscheidung für Produkte mit Fair Trade Gütesiegel kauft man nicht nur beste Qualität, sondern hat auch die Gewissheit, dass die Produzenten und Produzentinnen der in den Entwicklungsländern ein fairer Lohn für Ihre Arbeit gezahlt wird.

 

Ein Beispiel mit Baumwolle:

 

Nicht Fair Trade unterstützt:

 

= Übertriebener Chemieeinsatz auf den Baumwollfeldern
= Ausbeutung von Kindern und Erwachsenen

 

hauptsächlich in ärmeren Ländern dieser Erde.


Fair Trade unterstützt:

Es gibt Partnerunternehmen in den ärmeren Ländern dieser Erde, wie z.B. Craft Aid Ltd. und andere, die sich sozial engagieren.

 

zum Beispiel Craft Aid Ltd:

.) das Unternehmen nimmt die gesamte Baumwolle nur von Kleinbauern (Mindestpreis wird garantiert, unabhängig vom Weltmarktpreis)
.) die Kleinbauern verzichten dafür beim Anbau der Baumwolle auf Chemie
.) In diesem Unternehmen gibt es geregelte Arbeitszeiten, einen gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn, eine Krankenversicherung, Weiterbildung und Gewerkschaften…

 

Das Endprodukt wird dann mit einem Fair Trade Gütesiegel zertifiziert.



 

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