9. / Wettbewerbspolitik und Regionalpolitik / regionale Disparitäten in Europa

Regionale Disparitäten in Europa:

(als Disparität bezeichnet man ein Nebeneinander von ungleichen Teilräumen eines Staats)

 

Regionale Disparitäten gibt es in Bezug auf Bevölkerung, Gesellschaft und Wirtschaft, sie gelten als Gradmesser beim Vergleich der Lebensbedingungen in Teilräumen.

 

Zentrale und periphere Regionen:

 

.) die „blaue Banane (blau ist die Farbe Europas): ist die zentrale Wirtschaftsachse Europas – hier liegen die wichtigsten Wirtschafts- und Finanzzentren wie London, Brüssel, Amsterdam, Frankfurt, Stuttgart, München, Zürich und Mailand sowie – geographisch etwas abseits gelegen – Paris. Die meisten großen multinationalen Konzerne haben in diesen Zentren ihren Sitz.

Betroffene Regionen: Südostengland, Beneluxstaaten, Südostdeutschland, Schweiz, Norditalien

 

 

Siehe auch: http://haus-und.heimat.eu/geographie/gliederungskonzepte_europas_2.htm - Kontinental bedeutende Zentren

 

.) der „europäische Sunbelt“: stärkstes Wirtschaftswachstum (in der Freizeitindustrie [wegen gutem Klima] und Wachstum in der Hightechindustrie).

Der Begriff Sunbelt ist eine Parallelität zu dem gleichnamigen US-amerikanischen Wirtschaftsraum, denn dieses Gebiet (Sunbelt) ist die Zukunftsregion der amerikanischen Wirtschaft.

 

.) der nordische Wachstumsraum: Norwegen – Erdöl, der finnische Konzern Nokia oder der schwedische Ericsson

 

.) der blaue Stern: sind Entwicklungsachsen in Ost-West-Richtung, wie

z.B.: Hamburg-Kopenhagen, Berlin-Warschau und München-Wien.

 

Diese bildhaften Modelle haben eine gemeinsame Aussage: Alle Städte, die nicht in einem solchen Korridor liegen bzw. angeschlossen sind, haben im Wettbewerb der Wirtschaftsräume schlechtere Chancen.

 

nochmals eine andere Graphik über Zentrale und periphere Regionen:

weiter zu Seite 2