
Zentrale und periphere Wirtschaftsregionen (Entwicklungschancen und Gefahren):
Was heißt Peripher?
Peripher heißt „Außerhalb des Zentralbereiches“ – periphere Gebiete sind wirtschaftlich, sozial benachteiligte Randgebiete und sind häufig ländlich geprägt.
siehe auch im Bezug auf Europa: http://haus-und.heimat.eu/geographie/regionale_disparitaeten_in_europa.htm
Während der Zeit des Eisernen Vorhangs bis 1989 entstanden an der Ostgrenze Österreichs Problemregionen (starke landwirtschaftliche Prägung – wenig industrielle Arbeitsplätze – starke Abwanderung).
z.B.: Das obere Waldviertel:
Das obere Waldviertel hat eine alte industrielle Tradition (entstanden in der Monarchie). Nämlich die Textil- und Bekleidungsindustrie im Raum Gmünd.
Nach 1945 wurde die Wirtschaft des gesamten Gebietes durch Errichtung des eisernen Vorhanges gestoppt.
Ein Großteil der Waldviertler Betriebe wurde stillgelegt und die Produktion speziell nach der Ostöffnung in die benachbarten Billiglohnländer oder auch nach Asien verlegt.
Ein Wiederaufbau der Textilindustrie ist daher eher nur auf Basis von „Ökotextilien“ möglich.
Eine periphere Wirtschaftsregion – das Burgenland:
Es handelt sich um ein typisch peripheres Gebiet mit wenigen Industriearbeitsplätzen, einer starken Abwanderung insbesondere nach Wien und Graz und einem hohen Pendleranteil. Der Süden Burgenlands ist ein extrem peripheres Gebiet, der Norden hat wenigstens die Möglichkeit täglich nach Wien zu pendeln.
Eine zentrale Wirtschaftsregion – Wien - wieder seit der Ostöffnung:
Seit 1989 schwächt sich das Ost-West-Gefälle wieder ab. Wien liegt nicht mehr am Rand von Westeuropa, sondern wieder im Zentrum Europas. Die Ostöffnung könnte für Wien eine neue Chance sein.