
Ziele der sozialen Marktwirtschaft:
. ) Unlauterer Wettbewerb und Wucherpreise sind verboten und werden verhindert:
Ein wesentlicher Faktor der sozialen Marktwirtschaft ist die Regulierung der Preise. Es wird darauf geachtet, dass wichtige Lebensmittel auch für Menschen mit geringem Einkommen leistbar bleiben wie Milch und Brot. Unlauterer Wettbewerb wird überprüft und verboten, Wucherpreise können zwar auch entstehen, werden aber schnell angeprangert und abgeschafft.
.) eine intensive Bildungspolitik
Schulzugang für alle Bevölkerungsschichten, auch der weiteren Bildungswege
.) Einkommensbesteuerung nach dem Verdienst
Sonderformen europäischer Sozialmodelle:
.) Das skandinavische Modell:
Die Sozialausgaben sind relativ hoch (Schweden gilt als der Wohlfahrtsstaat schlechthin)
.) Das anglo-sächsische Modell:
(Großbritannien, Irland) Abbau des Sozialstaates; staatliche Leistungen werden privatisiert, dadurch entsteht ein höheres Verantwortungsbewusstsein der einzelnen Personen.
.) Das kontinentale Modell:
(Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich) Der Sozialstaat wird vor allem durch hohe Lohnnebenkosten finanziert.
.) Das mediterrane Modell:
(Spanien, Portugal, Griechenland) geringe wirtschaftliche, soziale Sicherheit
Neomerkantilismus in Japan:
(Taiwan, Südkorea, Singapur, z.T. Indien)
Merkantilismus:
Dieser war die vorherrschende (europäische) Wirtschaftsform bis ins 18. Jht.
Das Ziel bestand darin, den Reichtum des Staates zum Wohle des Königs zu mehren. Das wurde erreicht durch:
.) Niedrige Löhne
.) hohe Zölle für Fertigwaren aus dem Ausland
.) Förderung des Exports von Fertigwaren
In Anlehnung an den historischen Merkantilismus bezeichnen manche Wirtschaftswissenschafter das japanische Wirtschaftssystem bzw. jenes der „Tigerstaaten“ als Neomerkantilismus, da gewisse Merkmale sich ähneln.
Japan hatte schon in der Nachkriegszeit die höchsten wirtschaftlichen Wachstumsraten. Aber in den 1980er-Jahren ging es für Japan wirtschaftlich so richtig los und wurde in weniger als 2 Jahrzehnten zur drittgrößten Wirtschaftsmacht der Welt nach den USA und der EU.
Für den wirtschaftlichen Aufstieg sind mehrere Gründe verantwortlich:
.) das japanische Wirtschaftssystem ist eine Art Mischung zwischen Planwirtschaft (= entwerfen langfristige Entwicklungsziele auf der Basis von verwandten Branchen, z.B. strategische Investitionsentscheidungen, wie hoch [Prozentual] wird der Marktanteil in dieser Branche sein, welche Kostenentwicklung wird entstehen) und freier Marktwirtschaft
.) militärische Vorgangsweisen in japanischen Unternehmen
.) Mentalität der Bevölkerung
.) Exportförderungen
Japan hat sämtliche Branchen erobert:
.) Automobilindustrie
.) Computer
.) fotografische Ausrüstungen
.) Uhren u.s.w.
Japan wurde zur Elektronikweltmacht bis zum Anfang des 21. Jahrhunderts. Ab dieser Zeit bekam Japan einen Konkurrenten, China die neue Elekronikgroßmacht (China: von der Planwirtschaft [bis 1978] zum Kapitalismus -> siehe „sozialistische Marktwirtschaft).
Auch die einstigen Entwicklungsländer in Ost und Südostasien konnten sich in den 1980er und 1990er-Jahren rasant wirtschaftlich entwickeln (genannt „die Tigerstaaten“ aufgrund der rasanten Entwicklung).
Zu den ursprünglichen vier Tigerstaaten gehören:
.) Südkorea
.) Taiwan
.) Singapur
.) Hongkong (seit 1997 bei der VR China)
Es gibt noch weitere aufholende Staaten, wie z.B.:
.) Malaysia
.) Thailand
.) Philippinen
.) Indonesien
Sozialistische Marktwirtschaft (VRChina, Vietnam):
Sozialistische Marktwirtschaft bedeutet , dass die Wirtschaftsordnung kapitalistisch ist, also private Unternehmen das Wirtschaftsgeschehen bestimmen. Auf politischer Ebene gibt es jedoch nur eine Partei, nämlich die kommunistische Partei. Die Partei bestimmt prinzipiell die Richtung der Wirtschaft, mischt sich aber nicht in Details ein.
China – von der Planwirtschaft in eine sozialistische Marktwirtschaft (zum Kapitalismus):
Transformationsprozess:
Seit 1949 ist China eine kommunistische Volksrepublik. Bis 1978 setzte man auf das Modell der Planwirtschaft.
1976 starb Mao–Tse-Tung, der Gründer des kommunistischen Chinas. Ab 1978 entwickelte sich in China die „sozialistische Marktwirtschaft“. Das politische System blieb kommunistisch, das wirtschaftliche System bewegte sich aber in Marktwirtschaft.
In China lassen amerikanische, japanische und europäische Konzerne elektronische Geräte wie Handys, Fernseher oder DVD-Player produzieren. Auch das benachbarte Taiwan lagert immer mehr Produktionen auf das billige Festland aus. In Taiwan verbleiben die Konzernzentralen und die Marketingabteilungen , die Fabriken befinden sich am chinesischen Festland. Auch die internationalen Automobilhersteller bauen hier riesige Betriebe, da in China zudem Millionen billige Arbeitskräfte auf Arbeit warten.
Allerdings der Norden bzw Nordosten Chinas, ehemaliges industrielle Zentrum (riesige Stahlwerke) verarmt, der Süden wird als Wirtschaftsstandort gefördert.