14. / Gesamtwirtschaftliche Leistungen und Probleme / Sozialpolitik / soziales Netz / Sozialversicherung / Sozialhilfe

 

Sozialpolitik:

 

Das soziale Netz:

 

In Österreich existiert ein umfangreiches System sozialer Sicherheit und sozialer Fürsorge. Das Netz liegt auf zwei Ebenen. Zum einen ist es das Versicherungsprinzip, nach dem sämtliche Erwerbstätige und weit gehend deren Angehörige bei Krankheit, Unfall, Arbeitslosigkeit, Karenz, Pension sozial abgesichert sind. Zum anderen sind es öffentliche Fürsorgeleistungen des Bundes, der Länder und Gemeinden für bedürftige Bürger, deren Existenz nicht über das Versicherungssystem gesichert ist.

 

Finanzierung des sozialen Netzes:

 

Das Prinzip der Pflichtversicherung plus Mitversicherung von Kindern und nichterwerbstätigen Ehepartnern stellt sicher, dass so ziemlich die gesamte Bevölkerung entsprechenden Versicherungsschutz genießt.

 

Finanziert wird das Versicherungssystem über Sozialabgaben. Dazu zählen Beiträge zur Pensions-, Kranken- und Unfallversicherung, zur Arbeitslosenversicherung,

 

 

Sozialstaat in der Krise:

 

Risikofaktoren für Armut in Österreich:

 

Faktoren für Armutsgefährdung:

.) durch Arbeitslosigkeit in Armutsfalle

.) Alleinerzieherinnen (vielleicht noch erwerbslos)

.) Arbeitsmigranten (am Billiglohnsektor und schlecht geschützte Position)

.) Haftentlassene

.) Wohnungslose

 

Grundeinkommen:

 

Es gibt seit 2011 als Nachfolgerin der Sozialhilfe die bedarfsorientierte Mindestsicherung (BMS).

 

Was ist die Bedarfsorientierte Mindestsicherung?

 

Die Bedarfsorientierte Mindestsicherung stellt ein Maßnahmenpaket der Bundesregierung dar, das zur Armutsbekämpfung in Österreich beiträgt. Es zählen dazu:

 

.) Die Reformierung der bisherigen Sozialhilfe

.) Eine wesentlich stärkere Anbindung an den Arbeitsmarkt

.) Die Einbeziehung von Leistungsbezieher(Innen) ohne Krankenversicherungsschutz in die gesetzliche Krankenversicherung

 

 

 

 

 

Wer kann die Bedarfsorientierte Mindestsicherung bekommen?

 

Die Bedarfsorientierte Mindestsicherung bekommen nur Menschen, die nicht genug Geld haben, damit sie sich und ihre Angehörigen erhalten können.

 

Ein Einkommen wird angerechnet.

 

Einkommen sind zum Beispiel:

 

.) Lohn

.) Arbeitslosengeld

.) Notstandshilfe

.) Kinderbetreuungsgeld

.) Wohnbeihilfe, etc.

 

Menschen, die die Bedarfsorientierte Mindestsicherung bekommen wollen, müssen bereit sein arbeiten zu gehen, wenn sie das können.

 

 

Die Sozialversicherung:

 

Die Grundlagen des heutigen Systems wurden nach 1945 gelegt. Staatliche Sozialpolitik ist ein zwingendes Recht.

 

Für einen großen Teil der österreichischen sozialen Sicherung, vor allem den Geldleistungen (z.B. Pensions- und Arbeitslosenversicherung), gilt das liberale Gerechtigkeitsprinzip: Wer mehr einzahlt, bekommt auch mehr heraus.

 

Soziale Sicherheit für nichterwerbstätige Familienangehörige:

 

Kinder sind bei den Eltern mitversichert (z.B.: Krankenversicherung der Kinder).

 

 

Leistungen der Sozialhilfe:

 

Sozialversicherung:

 

.) Krankenversicherung

.) Unfallversicherung

.) Pensionsversicherung

.) Arbeitslosenversicherung

 

Sozialversorgung:

 

.) Familienleistungen (Familienbeihilfe, Pflegegeld, Kinderbetreuungsgeld, )

.) Kriegsopferversorgung

 

 

Sozialhilfe:

 

.) wie Behindertenhilfe

.) Alten- und Pflegeheime

.) Geldhilfe

 

Welche Institutionen sind für die Durchführung sozialpolitischer Maßnahmen zuständig?

 

.) Pensionsversicherungsanstalt

.) Krankenkassen

(9 Gebietskrankenkassen [Bundesländerweise], 10 Betriebskrankenkassen [z.B.: Betriebskrankenkasse der Wiener Verkehrsbetriebe, Betriebskrankenkasse d. Österreichischen Staatsdruckerei, ]

.) Unfallversicherungsanstalt

 

Andere Institutionen:

 

z.B: bei Arbeitslosigkeit das Arbeitsmarktservice (AMS)

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