5. /Sozioökonomische Folgen von Naturereignissen

Sozioökonomische Folgen von Naturereignissen:

 

 

Auswirkungen von Naturereignissen:

 

Man unterscheidet zwischen Naturereignissen, wie Erdbeben, Vulkanausbrüchen, Wirbelstürmen, Einschlägen von Meteoriten etc., und jenen Katastrophen, die durch menschliche Eingriffe verstärkt oder sogar hervorgerufen werden (Dürre, Überflutungen im Landesinneren etc.).

 

Erdbeben kommen im Gegensatz zu Vulkanausbrüchen ohne Vorwarnung (man kann Erdbeben nicht voraus sagen).

 

Erdbeben in Industriestaaten:

 

Der US-Bundesstaat Kalifornien wird von einer Vielzahl von Bruchlinien durchzogen, entlang denen überwiegend leichte bis mittlere Beben ausgelöst werden. Nur alle paar Jahre gibt es Beben mit größeren Schäden. Trotz intensivster Forschung können auch dort (noch) keine Beben vorhergesagt oder verhindert werden. Ähnlich verhält es sich in Japan und Südeuropa.

 

In den Industriestaaten kann Erdbebensicherer gebaut werden (z.B in Japan sind Eisenstahlskelette in den Häusern mitverbaut) als in den ärmeren Ländern.

 

Erdbeben in ärmeren Ländern:

 

Nach dem Beben gibt es kaum koordinierte Rettungsaktionen. Schwere Räumgeräte, Suchhunde, Funkgeräte etc. müssen erst mühsam aus den Zentren oder dem Ausland herbeigeschafft werden. Die mangelnde ärztliche Versorgung verschärft die Lage.

 

Seebeben – Tsunami:

Seebeben verursacht Erdstösse, die wiederum große Wassermengen Richtung Küste verdrängen und im flachen Küstengewässer wird die Wassermenge abgebremst und zu einer riesigen Welle aufgestaut.

 

Z.B. im Dezember 2004 starben bei einem Tsunami 200 000 Menschen, ausgelöst im Indischen Ozean.

 

Oder

 

Nach dem schwersten Erdbeben (Stärke 8,8) in der Geschichte Japans überflutete am 11. März 2011 ein Tsunami weite Teile der Nordost küste . Tausende Menschen rissen die Wassermassen in den Tod. Im Atomkraftwerk Fukushima kam es zum Super-GAU; die Region um die Unglücksreaktoren musste evakuiert werden.

 

 

Muren und Erdrutsche:

 

Muren und Erdrutsche werden entweder durch starke Niederschläge oder durch die Schneeschmelze ausgelöst.

 

Mure: sie besteht aus Erde, Geröll und Gesteinschutt.

Verhinderung durch Wildbachverbauung.

 

Erdrutsche: sie entstehen, wenn stark durchfeuchtete Erd- und Gesteinsmassen abrutschen.

 

 

Hochwasser:

 

Eines der häufigsten Naturereignisse sind Überschwemmungen.

 

z.B: Österreich:

Mehr als 200 000 Menschen wurden Opfer der „Jahrhundertflut“, die Österreich im Sommer 2002 heimsuchte. Unzählige Häuser wurden zerstört, auf weiten Flächen wurde die gesamte Ernte vernichtet und große Handels- und Industriebetriebe wurden für Monate außer Betrieb gesetzt.

 

Schutz:

Überflutungsgebiete freihalten, Bau von Dämmen (aktiver Schutz) – Wien ist z.B. durch die neue Donau sehr gut geschützt!

 

z.B.: Bangladesch:

B. liegt weniger als 5 m über dem Meeresspiegel. Das Land war schon immer schweren Überflutungen ausgesetzt.

 

Ursache: die Flüsse aus dem Regenreichen Himalaya, der Ganges und der Brahmaputra. Es wurde auch in den Oberläufen der Flüsse viel abgeholzt, was zusätzliche Überschwemmungsgefahr bedeutet.

 

Folgen: Überflutung der Häuser, Obdachlosigkeit, Tod durch ertrinken, Ernteverluste

 

Hilfeleistungen: freiwillige Rotkreuzhelfer/innen verteilen Nothilfspakete

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