
Umweltprobleme expandierender (=größer werdender) Stadtregionen:
Allgemeine Belastungen im Ökosystem Stadt:
(Luft- und Lärmbelästigung, Wasserversorgung, Müllentsorgung, Energieverbrauch)
Luft- und Lärmbelästigung, Wasserversorgung, Müllentsorgung, Energieverbrauch:
In den entwickelten Industrieländern sorgen Grenzwerte und Umweltgesetze für eine gewisse Beschränkung der Schadstoffbelastungen.
In Ländern der Dritten Welt kümmert man sich oftmals deutlich weniger um die Einhaltung der Vorschriften, wenn solche überhaupt bestehen.
Luft- und Lärmbelästigung:
Gründe:
.) Verkehr
.) Industrie
Verursachen Ozon und Feinstaub (Auto) und Smog ([Industrie] Smog vor allem in den Städten der Schwellenländer)
Wasserversorgung:
Je höher der Lebensstandard, desto größer der Wasserverbrauch. In den Entwicklungsländern beträgt der Tagesdurchschnittsverbrauch pro Einwohner oft nur wenige Liter Wasser im Gegensatz zu den Industriestaaten sind es dort einige! 100 Liter Wasser. Und in den Industriestädten wird das Wasser durch Kläranlagen gereinigt in den Städten der 3. Welt ungeklärt in Kanäle und Flüsse geleitet.
Müllentsorgung:
Trotz mehr Konsum und Produktion in der Ersten Welt (wodurch auch Unmengen von Müll anfällt), ist die Müllentsorgung in den Entwicklungsländern das größere Problem, in vielen Bereichen dort sogar völlig ungeregelt.
Energieverbrauch:
Je mehr Wohlstand, desto mehr Energieverbrauch (z.B. für Beheizung, Klimaanlage,…)
Folgen der Umweltbelastung (Fallbeispiele):
z.B.: Mexiko - Stadt
Heute leben über 20 Millionen Menschen in Mexiko - City. 60% der Industrie Mexikos ist in Mexiko - City angesiedelt. Das gigantische Bevölkerungswachstum macht den Versuch einer ordentlichen Stadtplanung zunichte. Besonders mangelt es an der Infrastruktur.
Auswirkungen:
.) Das Straßennetz ist überlastet, Staus sind an der Tagesordnung. Die über 4 Mio. Fahrzeuge und 150.000 Industriebetriebe verpesten mit hochgiftigen Abgasen täglich die Luft. Durch die besondere Lage von Mexiko – City (umgeben von Gebirgsketten), können diese Schadstoffe nicht abziehen. Die Bevölkerung leidet unter Entzündungen der Atemwege.
.) 20.000 Tonnen Müll produziert die Stadt täglich, der nur zum Teil entsorgt wird. Der Rest türmt sich in den Straßen der Stadt und wird somit zu einem weiteren Gesundheitsrisiko.
.) Ein weiteres Problem ist die Wasserversorgung. 5 Mio. Einwohner haben keinen Zugang zu einer Wasserleitung.
Die meiste benötigte Wassermenge wird aus Grundwasserseen aus der Tiefe (bis 450 m) gepumpt. Durch das Abpumpen von Grundwasser sackte der Boden um 8-10 cm ab, dadurch wurden einige Häuser ,,zerrissen". Das Grundwasser droht zu versiegen und muss deshalb von weit her in die Stadt gepumpt werden.