9. / Wettbewerbspolitik und Regionalpolitik / Binnenmarkt der EU / EU - Agrarpolitik (GAP)

 

Binnenmarkt der EU:

 

Die 4 Freiheiten:

 

Der europäische Binnenmarkt besteht formal seit dem 1.1.1993.

Ein Binnenmarkt ist ein Gebiet ohne Grenzen für ein wirtschaftliches Geschehen, das sich von einem Ort zum anderen bewegen soll. Das wirtschaftliche Geschehen können verkaufte Waren, arbeitsuchende Menschen, angebotene Dienstleistungen oder das notwendige Kapital sein.

 

1.) Der freie Warenverkehr:

 

Keine Grenzen für Waren:

.) Abschaffung der Zölle

.) Abschaffung der mengenmäßigen Beschränkung des Handels

.) Abschaffung der Grenzkontrollen

 

2.) Der freie Personenverkehr:

Was für Waren gilt, gilt auch für Personen. Jeder Unionsbürger hat das Recht sich frei und ungehindert auf dem Gebiet der Mitgliedstaaten bewegen.

 

 

Keine Grenzen für Personen:

.) freie Einreise - keine Grenzkontrollen!

Alle EU-Länder außer

Bulgarien, Rumänien, Irland, dem Vereinigten Königreich und Zypern

sind Schengen-Vollmitglieder. => Nur mit gültigen Reisepass oder Personalausweis.

Island, Norwegen und die Schweiz sind zwar Schengen-Mitglieder, gehören aber nicht zur EU.

.) freier Aufenthalt

.) freies Wohnrecht

.) Niederlassungsfreiheit

.) Freiheit der Arbeitsplatzwahl

 

3.) Dienst- und Niederlassungsfreiheit:

Man kann in der EU Arbeiten wo ich will:

 

.) Bürger oder Unternehmen aus der Gemeinschaft können in allen Mitgliedstaaten Dienstleistungen erbringen.

.) Das Niederlassungsrecht ermöglicht es Selbstständigen und Unternehmen aus der Gemeinschaft, sich in einem anderen Mitgliedstaat niederzulassen und dort seine Tätigkeiten auszuüben.

 

4.) Der freie Kapitalverkehr:

Man darf in der EU sein Kapital anlegen, wo man will:

 

Bürgerinnen und Bürger können zahlreiche Geschäfte im Ausland tätigen, beispielsweise

.) ein Bankkonto eröffnen

.) Aktien ausländischer Unternehmen kaufen

.) Geld am renditestärksten Markt anlegen

.) Immobilien erwerben

.) Darlehen und Kredite aufnemen

 

 

Vor und Nachteile des Binnenmarktes:

 

Vorteile:

.) größerer Arbeitsmarkt

.) Reisefreiheit

.) Wegfall der Grenzen

 

Nachteile:

.) erhöhter Güterverkehr (höheres Verkehrsaufkommen)

.) höhere Kriminalitätsrate

.) ev. höhere Umweltbelastung

 

 

EU - Agrarpolitik (GAP):

 

Die Krise der Agrarpolitik:

 

Mitte der 1980iger-Jahre bekamen Bauern viele Beihilfen. Wenn die Landwirte mehr herstellten, bekamen sie auch mehr Geld. Daher wurde weit über den Bedarf produziert, der auf dem Weltmarkt nicht mehr verkauft werden konnte.

 

Mehrere Reformen der GAP:

 

Umlenkung der Beihilfen in

.) alternative Einkommensmöglichkeiten für Bauern (z.B.: Urlaub auf dem Bauernhof)

.) Umweltprojekte

 

Die Reform der EU-Agrarpolitik 2003:

 

Kern der Reform ist, dass sich die Höhe der Beihilfe nicht mehr nach der produzierten Menge richtete. Das heißt unter anderem, dass die Großbetriebe (sie waren die größten Geldempfänger der Förderungen) nicht mehr so stark gefördert werden wie früher.

 

 

 

 

 

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