15. / Wirtschaftsstandort - Österreich / Vor- und Nachteile des Wirtschaftsstandortes Österreich / Unternehmensstruktur / Innovationspolitik (Forschung und Entwicklung) / Standortfaktoren

 

Vor- und Nachteile des Wirtschaftsstandortes Österreich:

 

 

 

Unternehmensstruktur:

 

Österreich hat einen hohen Anteil an Klein- und Mittelbetrieben!

 

Innovationspolitik (Forschung und Entwicklung):

 

Die zunehmende Bedeutung von Forschung und Entwicklung in Österreich.

 

z. B.: Baxter GmbH in Österreich:

 

Die die österreichische Muttergesellschaft von Baxter GmbH erforscht und entwickelt Medikamente, Impfstoffe, u.s.w., als größter Baxter-Forschungsstandort weltweit.

 

Innovativ (=“neues schaffen“):

Viele Klein- und Mittelbetriebe sind in wirtschaftlichen Bereichen tätig, die als große Konzerne nicht wirklich interessant sind, für Klein- und Mittelbetriebe jedoch höchst profitabel.

Einige dieser innovativen Bereiche, in denen österreichische Betriebe oft als Weltmarktführer auftreten, sind zum Beispiel:

 

.) Minensuchgeräte (Fa. Schiebel)

.) Dieseldirekteinspritzer (Fa. AVL List)

.) 3-D-Ultraschallgeräte (Fa. GE Medical Systems Kretztechnik)

 

Wenige bekannte Marken, keine großen Konzerne:

Das fehlen bekannter Marken wird als bedeutendes Defizit der österreichischen Wirtschaft gesehen.

 

Die wertvollsten Marken liegen fast ausschließlich im Bereich des Dienstleistungssektors.

.) Raiffeisen Bankengruppe

.) Spar Österreich Gruppe

.) Casinos Austria Gruppe

.) Erste Bank Gruppe

.) Telekom

 

Außerdem ist die österreichische Wirtschaft sehr stark von ausländischem Kapital beherrscht. Die Tendenz zur Übernahme österreichischer durch ausländische Firmen hat sich in den letzten Jahren verstärkt.

 

Einige umsatzstarke Unternehmen Österreichs im Besitz internationaler Konzerne:

(Unternehmen – Besitzerstaat)

 

.) Rewe Austria – D

.) Magna International Europe – Kanada

.) Siemens Gruppe Österreich – D

.) Hofer KG – D (Aldi)

.) Henkel – D

 

Standortfaktoren:

 

Da der Standort entscheidend über Erfolg und Misserfolg eines Unternehmens entscheidet, muss die Wahl der Standorte gut geplant werden. Die Anforderungen, die ein Betrieb an seine Standorte stellt, nennt man Standortfaktoren .

 

Standortfaktoren:

 

.) Rohstoffe: Für viele Betriebe ist es wichtig, dass Rohstoffe kostengünstig und schnell angeliefert werden können (im Zusammenhang mit Infrastruktur: wie Straßen, Häfen, Eisenbahnlinien sind hier ausschlaggebend).

 

.) Absatzmöglichkeiten: Firmen werden dorthin gebaut, wo es für den Absatz am günstigsten ist.

 

.) Arbeitskräfte: stehen an Ort und Stelle genug Arbeitskräfte zur Verfügung (ev. ausgebildete Facharbeiter)

 

.) Umweltschutzbestimmungen: wie viel kosten verursachen diese einer Firma?

 

.) Besteuerung: Die unterschiedliche Besteuerung von Gewinn, Umsatz und Vermögen kann ausschlaggebend sein, ob ein transnationaler Konzern in ein Land zieht, oder nicht. Irland konnte z.B. durch Steuernachlässe für Betriebe, die Arbeitslosigkeit entscheidend senken.

 

.) politische und wirtschaftliche Situation einer Region: Wirtschaftskrisen, soziale Unruhen und Streiks (in Österreich eigentlich nicht vorhanden) spielen eine bedeutende Rolle. Sie können Produktion lahm legen und Kosten verursachen. Daher wählen große Betriebe krisensichere Regionen als Standorte für Betriebsneugründungen.

 

Betriebe wissen natürlich wie wichtig sie für die Umgebung sind und daher können sie Bedingungen und Forderungen an die Gemeinden in der Umgebung stellen. Werden diese erfüllt, kommt es zu Ansiedelungen, wenn nicht sucht man sich neue Standorte.

 

Der Standort Österreich ist seit dem Zusammenbruch des Ostblocks für große Konzerne eigentlich nicht mehr der lukrativste.

Für Krankenversicherung und Lohnsteuern fallen hohe kosten an.

Ebenso sind die Umweltschutzbestimmungen sehr streng und die übrigen Besteuerungen ebenfalls hoch. Das Lohnniveau in den Ländern der Umgebung ist auch niedriger und in Zeiten des Sparpakets kann der Staat auch nicht hohe Subventionen austeilen.

 

Österreich jedoch ist in Mitteleuropa sicher am wenigsten anfällig für soziale Unruhen und Streiks.

 

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