15. / Wirtschaftsstandort - Österreich / Vor- und Nachteile des Wirtschaftsstandortes Österreich / Österreich im internationalen Vergleich / Verkehr (Pendlerverkehr, Park and Ride) / Tourismus (Arten, Entwicklung, regionale Verteilung, Gästestruktur, Devisenbringer, Ökologische und soziale Gefahren des Tourismus, Alternative Entwicklungsstrategien)

 

Pendler :

 

Immer mehr Auto-Pendler:

Immer mehr Österreicher fahren mit dem Auto in die Arbeit. Laut Studie um 61% mehr als vor 15 Jahren.

Hauptursache für diese Zunahme ist laut Studie die Zersiedelung. In den letzten Jahren hätten viele ihren Arbeitsort verlassen, seien ins Grüne gezogen und dadurch zu Pendlern geworden.

Da die meisten neuen Siedlungen nicht am öffentlichen Verkehrsnetz angeschlossen sind, ist die logische Konsequenz, dass immer mehr mit dem Auto zur Arbeit fahren.

 

 

Park and Ride (= Parken und Reisen ) :

 

Park and Ride bezeichnet ein Prinzip der Verkehrsplanung, in dem in der Nähe von Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs Abstellmöglichkeiten für Pkw und Motorräder zur Verfügung gestellt werden. Vor allem Berufstätigen wird so die Möglichkeit gegeben, ihren Pkw am Stadtrand abzustellen und ohne Stau und Parkplatzprobleme mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Innenstadt zu gelangen. Außerdem hilft P+R bei der Bewältigung von Verkehrsproblemen bei Großveranstaltungen wie Fußballspielen, Rockkonzerten und Innenstadtfesten.

 

 

P.S.: Den Pendlern sind die "Park and Ride" Anlagen in Wien laut einer Umfrage des ÖAMTC mit drei Euro am Tag zu teuer. Verstopfte Stadteinfahrten, dafür aber leere "Park and Ride" Zonen am Stadtrand.

 

 

Tourismus (Arten, Entwicklung, regionale Verteilung, Gästestruktur, Devisenbringer, Bedeutung für die Leistungsbilanz, ökologische und soziale Gefahren des Tourismus, alternative Entwicklungsstrategien):

 

Für Österreichs Wirtschaft bilden die Einnahmen aus dem Tourismus einen unverzichtbaren Bestandteil des Volkseinkommens.

 

Wenn aber immer mehr Österreicher auf Grund des gestiegenen Einkommens Urlaubsreisen in ferne Länder unternehmen, verschlechtert sich die Tourismusbilanz und damit auch die Zahlungsbilanz Österreichs.

 

 

Arten des Tourismus am Beispiel Österreichs:

 

.) Erholungstourismus: baden, spazieren gehen, in einem Gasthof sitzen, Rad fahren, etc.

.) Erlebnistourismus: Dorffeste, Brauchtumsabende, Burg- und Schlossbesichtigungen, Gleitschirmfliegen, Kajaktouren und Mountainbiking, Klettergärten, etc.

.) Neigungstourismus: Erlernen oder Ausüben von Hobbys – Z.B.: Erlernen eines Musikinstruments, Fremdsprachen, handwerkliche Tätigkeiten, etc.

.) Wellness- und Kurtourismus : gesteigertes Körperbewusstsein und Fitness – z.B.: in Thermen

 

 

Entwicklung des Tourismus:

 

Tourismus im Sinne von „Urlaub machen“ gibt es in Österreich erst seit ca. 50 Jahren. Zuvor war Reisen und Kuren eine Sache der Reichen, Adeligen und der bürgerlichen Oberschicht.

In den 1960er Jahren begann eine breitere Bevölkerungsschicht zu Reisen,

im Zuge des „Wirtschaftswunders“:

.) zunehmender Wohlstand

.) höhere Gehälter

.) Ausweitung der Urlaubszeit (bis auf 6 Wochen)

.) Ausbau der Verkehrsnetze

.) Ausbau von Hotels

 

 

Regionale Verteilung der Nächtigungen:

 

Neben der Bundeshauptstadt Wien mit den höchsten Nächtigungszahlen Österreichs sind alle anderen großen Tourismusorte ab Schladming entlang des Alpenhauptkamms westwärts zu finden.

 

in folgender Skizze sind die Gästenächtigungen von ? (ziemlich gleicher, jährlicher Schnitt)

 

 

.) das Kärntner Seengebiet bildet im Sommerhalbjahr einen zweiten Standpunkt

.) im Osten Österreichs wird die Millionengrenze bei den Nächtigungszahlen nur im Bezirk Neusiedl erreicht

.) im Westen ist der Wintertourismus (Wintersport) stärker als der Sommertourismus

 

 

Gästestruktur - Woher kommen unsere ausländischen Urlaubsgäste?

 

54% der ausländischen Urlaubsgäste kommen aus Deutschland.

 

 

Devisenbringer – der Tourismus als wichtige Einnahmequelle:

 

Der Tourismus ist von großer Bedeutung für das österreichische Bruttoinlandsprodukt. Rund 6% des BIP werden direkt aus den Reiseverkehrseinnahmen erwirtschaftet. Damit nimmt Österreich weltweit einen Spitzenrang ein.

 

 

Ökologische und soziale Gefahren des Tourismus:

 

.) Konkurrenz: Mittelmeerländer und exotische Ziele – stabiles Schönwetter

.) Last-Minute-Angebote für ferne Länder

.) wichtige Herkunftsländer für den Tourismus mit Wirtschaftsproblemen

.) Billigländer

.) Winterurlaub: der Klimawandel lässt die Schneesicherheit schwinden

 

 

Alternative Entwicklungsstrategien – „eine bestimmte Tourismus-Zielgruppe ansprechen“:

 

Siehe „Arten des Tourismus“

INDEX - Geographie