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Klima:

Erklärung: Ist im Gegensatz zum Wetter ein längerfristiger Zustand der Troposphäre, der für längere Zeiträume in bestimmten Orten und Regionen typisch ist.

 

 

Atmosphäre und ihre Schichten:

 

Die Atmosphäre ist die Lufthülle der Erde, sie wird in Schichten unterteilt: unterste = Troposphäre, darüber = Stratosphäre -> sie enthält die Ozonschicht (Schutz vor UV-Strahlung)

 

 

 

Das Wetter spielt sich in der untersten Schicht, der Troposphäre ab. Diese beträgt am Äquator 18 km und an den Polen nur 8 km.

 

 

Die Atmosphäre schützt das Leben auf der Erde vor der Kälte des Weltalls. Dafür ist der natürliche Treibhauseffekt verantwortlich.

 

 

Erklärung Treibhauseffekt:

 

 

 

Der Treibhauseffekt entsteht folgendermaßen:

 

Die Sonne schickt Wärmestrahlen durch die Erdatmosphäre auf die Erde.

Die warme Sonnenstrahlung gelangt auf die Erdoberfläche (von wo die Strahlung reflektiert wird, nachdem sie den Boden und die Luft erwärmt hat).

Ein Teil davon geht wieder zurück in den Weltraum, der andere Teil wird aber aus der Atmosphäre zurückgeworfen (weil die Treibhausgase in der Atmosphäre diese Strahlen wieder in Wärme umwandeln und sie reflektieren - danach durchlaufen sie den gleichen Zyklus).

 

 

Sonneneinstrahlung:

 

Der Einfallswinkel ist am Äquator sehr steil, daher sehr heiß und an den Polen sehr flach, daher sehr kalt.

Ähnliches passiert bei uns im Sommer und Winter, da bei uns der Einfallswinkel nicht immer gleich ist, durch die Neigung der Erdachse und die Bewegung der Erde um die Sonne (in unseren Breitengraden die 4 Jahreszeiten).

 

 

Luftdruck und Windgürtel:

 

 

Hochdruck- und Tiefdruckgebiete:

 

Hochdruck- und Tiefdruckgebiete entstehen aufgrund der wichtigsten Eigenschaften der Luft (Luft wiegt was!).

Warme Luft braucht mehr Platz als kalte Luft.

Durch ihr Gewicht übt die Luft eine Kraft auf die Oberfläche der Erde aus. Diese Kraft nennt man auch Luftdruck. Direkt an der Erdoberfläche ist der Druck am größten, da dort nicht nur die unterste, sondern auch alle darüber liegenden Luftschichten auf den Boden drücken.

Die Sonne scheint auf die Erde und erwärmt ihre Oberfläche.

Die Erde gibt die Wärme an die Luft ab, die Luft erwärmt sich und breitet sich aus (die Dichte der [warmen] Luft wird kleiner - daher leichter).

Durch die geringere Dichte, ist die warme Luft leichter als die kalte Luft, dadurch ist auch ihr Druck auf die Erde geringer geworden. Die warme Luft steigt nach oben, so dass ein Luftloch entsteht, in dem der Luftdruck sehr klein ist. Es ist ein Tiefdruckgebiet entstanden (=ein Gebiet mit wenig Luftdruck).

 

 

Hochdruckgebiete nennt man dementsprechend die Gebiete, in denen die Luft kalt ist und so einen großen Druck auf die Erdoberfläche ausübt (=ein Gebiet mit hohem Luftdruck).

 

Wind:

 

Wie entsteht Wind?

Die Sonnenstrahlen fallen in den Tropen fast senkrecht auf die Erde und können dort die Luft viel stärker erwärmen als in den gemäßigten Breiten, wo sie schräg einfallen oder an den Polen, wo die Strahlen nur noch in einem sehr flachen Winkel auf die Erde treffen. Deshalb herrschen sehr große Temperaturunterschiede zwischen dem Äquator und den Polargebieten.

 

Da sich warme Luft ausdehnt, damit leichter wird und aufsteigt, entsteht in warmen Gebieten an der Erdoberfläche ein Unterdruck (Tiefdruckgebiet). Kalte Luft dagegen ist viel schwerer und sinkt deshalb nach unten, so dass sich an der Erdoberfläche ein Überdruck (Hochdruckgebiet) bildet.

 

Zwischen solchen Luftmassen mit starken Druckunterschieden findet eine Strömung statt, die bestrebt ist, die Druckunterschiede auszugleichen. Daher sind die Luftmassen, welche die Erde umgeben, ständig in Bewegung.

 

Die Ausgleichsbewegung der Luftmassen wird als Wind wahrgenommen. Der Wind weht dabei immer vom Hochdruck- zum Tiefdruckgebiet (siehe Beispiel nächste Seite).

 

Je größer die Druckunterschiede sind, umso stärker ist auch der Wind. Winde werden immer nach der Richtung benannt, aus der sie kommen.

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