3. / weltweite Migration (Ursachen, Folgen) / räumliche und soziale Mobilität / regionale Fallbeispiele

"Internationale Migration gibt es solange wie die Menschheit selbst"

 

Warum wechseln Menschen ihren Wohnsitz (Ursache)?

 

.) aus schlechten, wirtschaftlichen Verhältnissen (Wirtschaftsflüchtlinge): Armut, Arbeitslosigkeit und Hoffnung auf Wohlstand und ein besseres Leben

 

.) aus politischen Verhältnissen: Bürgerkriege oder Verfolgungen, religiöse Gründe

 

.) wegen Überbevölkerung

 

.) wegen Natur- und Umweltkatastrophen

 

 

Länder bzw. Regionen mit den höchsten Auswanderungsquoten:

 

.) Mexiko

.) einige Länder Süd- und Südostasiens =>

Wanderströme zu den Erdöl produzierenden Ländern der Golfstaaten

.) Türkei

.) Nordafrika

.) Osteuropa

 

 

regionales Fallbeispiel:

 

.) USA - ein klassisches Einwanderungsland:

 

die ersten Einwanderer stammen aus Europa, im 20. und 21. Jahrhundert (kamen) kommen sehr viele Einwanderer aus Lateinamerika und Asien (nach neuesten Berechnungen werden im Jahr 2050 ca. 440 Millionen Menschen in den USA leben, davon weniger als die Hälfte Weiße).

 

Viele lateinamerikanische Einwanderer sind oft nicht bereit, Englisch zu lernen. Daher ist es in manchen Bundesstaaten nur noch eine Frage der Zeit, bis Spanisch die Englische Sprache als meistgesprochene Sprache abgelöst hat.

 

Viele weiße Amerikaner wollen die Einwanderung mit einer starken Grenzbefestigung zu Mexiko verhindern. Doch viele schaffen es trotzdem illegal über die Befestigung zu kommen.

 

 

Probleme des Zusammenlebens von verschiedenen Völkern in einem Staat:

 

Welche Rechte werden von Minderheiten angestrebt?

 

.) das Recht, die eigene Sprache bei Behörden und in den Schulen sprechen zu können

.) das Recht auf freie Religionsausübung

.) das Recht eigene Parteien zu gründen

.) das Recht durch kein Gesetz diskriminiert zu werden

 

 

Fallbeispiel China - Tibet:

 

.) Da sich viele Chinesen in Tibet ansiedeln, schwächt das systematisch den traditionellen tibetischen Lebensstil.

 

.) keine Religionsfreiheit

 

Fallbeispiel Schwarzafrika:

 

Fast ein Jahrhundert lebten die Länder Schwarzafrikas (Ausnahme: Liberia, Äthiopien) unter kolonialer Herrschaft. Diese musten Staatsgrenzen zur Kenntnis nehmen, die hunderte Siedlungsgebiete von Stämmen und Völkern zerschnitten.

Die künstliche Grenzziehung im kolonialen Afrika ist die Ursache für zahlreiche Konflikte (z.B. Bürgerkriege) im heutigen Afrika, da sehr viele Völker mit unterschiedlichen Kulturen und Religionen in ein Staatsgebilde gepresst wurden.

 

 

Fallbeispiel Nordamerikas Indianer:

 

Der Kampf der nordamerikanischen Ureinwohner um Entschädigung für den ihnen zugefügten Landraub durch die weißen Siedler.

Wichtig dabei => Bildung: Vor allem gibt es heute viele gebildete Indianer mit erfolgreichen Studienabschlüssen, dadurch konnten zahlreiche Stämme ihre Lebenssituation verbessern.

In den Vereinigten Staaten gibt es mehr als 500 anerkannte Indianerstämme.

Etwa 200 von ihnen haben bereits einen wirtschaftlichen Erfolg, früher gab es durch die Weißen Gesetze, wodurch Ihnen vieles in politik und wirtschaft verboten war.

Manche Indianer verlassen die Reservate für ein Leben im weißen Amerika, ohne jedoch ihre Wurzeln aufzugeben.

 

 

Fallbeispiel Kurden in der Türkei (Kurden gibt es auch im Iran und Irak):

 

Nach dem Ersten Weltkrieg veränderte sich die Landkarte in Kleinasien und im Nahen Osten. Staaten wurden geschaffen, neue, oft willkürliche Grenzen gezogen. Großer Verlierer nach dem Untergang des Osmanischen Reiches waren die Kurden. Ihre Gebiete wurden zwischen mehreren Staaten aufgeteilt, in denen sie oftmals angefeindet, unterdrückt und verfolgt wurden und großteils immer noch werden.

 

Die Kurden hatten in der Türkei keine Minderheitenrechte. Erst mit der Annäherung der Türkei an die Europäische Union hat sich die Lage der Kurden allerdings etwas verbessert. Z.B.: es darf die kurdische Sprache wieder öffentlich gesprochen werden, kurdische Medien werden wieder zugelassen (stehen allerdings noch immer unter strenger Beobachtung).

 

 

 

 

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