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Renaissance und Humanismus

Aus Italien kommend verbreitete sich der Humanismus (=Menschlichkeit), die Geisteshaltung der Renaissance, auch im deutschsprachigem Raum (R. war grundsätzlich eine europäische Bewegung). Renaissance heißt zu deutsch "Wiedergeburt" (der alten, antiken Denkweise).

 

Gelehrte und Bürger interessierten sich für die alten Griechen und Römer, bemühten sich um Nachahmung der Lebensweise und so fand die Antike, die im Mittelalter beinahe verdrängt worden war, wieder Einzug im deutschsprachigem Raum.

 

So wie die Römer und Griechen der Wissenschaft nicht abgetan waren, wurden auch in der Renaissance namhafte Universitäten gegründet.

 

Hier änderte sich das Weltbild von einem, in dem nicht mehr Gott und die Religion im Mittelpunkt standen, sondern der Mensch und die Wissenschaften.

 

Die folgenreichste Bewegung war die von Martin Luther eingeleitete Reformation. Das herausragendste Ereignis auf dem deutschen Buchmarkt war sicher das Erscheinen seiner Bibelübersetzung. Sie trug wesentlich zur Entwicklung des heutigen Deutsch bei.

 

Volkstümliche Literatur dieser Zeit:

 

Neben Humanismus und Reformation verdienen auch der Meistersang, die Schwankdichtung und das Fastnachtspiel seine Aufmerksamkeit. Sie bleiben in der sprachlichen Form des Mittelalters. Deren bekanntester Vertreter war Hans Sachs.

 

Humanismus:

 

Der Humanismus beruht auf folgenden Grundüberzeugungen:

 

.) Glück und Wohlergehen jedes einzelnen Menschen

.) die schöpferischen Kräfte des Menschen sollen sich entfalten können ("Weiterbildung")

 

Renaissance:

 

Es soll eine Zeit bezeichnen, in der die Menschen sich plötzlich wieder mit allem befassten, was sie über die Kultur und Gedankenwelt der alten Römer und Griechen erfahren konnten, während man bis dahin kaum etwas über sie wusste.

 

Reformation (=steht für Erneuerung der Kirchenverfassung):

 

Die Kirche hatte damals die Bibel so ausgelegt wie sie es wollte (z.B. Ablasshandel = Freikauf von Sünden durch Geld, u.s.w.). Das gefiel unter anderem Martin Luther gar nicht und er machte sich an die Übersetzung der Bibel ins deutsche.

Er hat gegen viele von der Kirche praktizierte Methoden Widerstand geleistet (er heftet 95 Thesen [Forderungen] an die Schlosskirche zu Wittenberg).

 

Meistersang:

 

Ist der schulmäßige, fast ausschließlich von Handwerkern gepflegte bürgerliche Gesang des 14.-16. Jahrhunderts, der sich aus den Spätformen des höfischen Minnesangs und aus der Spruchdichtung des 13. Jahrhunderts entwickelte. Der bekannteste von ihnen war Hans Sachs.

 

Schwank:

 

Ist eine kurze Erzählung (vor allem in Prosa) einer komischen Begebenheit aus dem Volksleben.

 

Fastnachtspiel:

 

Es dienten diese Spiele als Erziehung und Belehrung der Menschen. Vielfach kommen Szenen aus dem Eheleben, Bauernhochzeiten oder Gerichtsszenen vor.

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